Das Wichtigste in Kürze
- Quellensteuer fällt an der Quelle an. Eine Steuer die im Land der Aktie zu zahlen ist.
- Unbedingt VOR dem Erwerb von Aktien sich über die Quellensteuer im jeweiligen Land informieren! Deutschland, Schweiz und andere Länder kommen uns hier in Österreich sehr teuer oder kompliziert (Rückerstattung)
- Quellensteuer fällt bei Dividendenzahlungen an – selten bei Zinsen oder bei realisierten Kursgewinnen
- Quellensteuer erhebt der Staat in dem das Aktienunternehmen seinen Sitz hat
- Rückholung zu viel bezahlter Quellensteuer ist stets ein Fall für den österreichischen Investor, das macht kein österreichischer Broker, außer Aufstellung von Tax-Voucher/Erträgnisaufstellung
- Dank Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Staat im Ausland und Österreich, kann es zu einer Reduktion bzw. zu einer (teilweisen) Anrechnung der Quellensteuer auf die Kapitalertragsteuer kommen
- Liste mit der Quellensteuer nach Land – von 0 bis 35 % Quellensteuer
- In einem Fonds (und ETF) kümmert sich der steuerliche Vertreter (sofern Meldefonds) um die Anrechnung und Optimierung der Quellensteuer
In diesem Ratgeber
Hinweis: Alle hier bereitgestellten Informationen wurden ausführlich und nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und erstellt. Eine Haftung auf Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Fragen Sie für Ihren Detailfall Ihre Steuerberaterin bzw. Ihren Steuerberater.
Was ist die Quellensteuer?
Hat ein Unternehmen seinen Sitz im Ausland, so ist auch der Quellstaat berechtigt, an der Quelle zu besteuern. Diese Steuern werden Quellensteuern genannt. Zusätzlich hat natürlich auch auch noch der österreichische Staat sein Recht darauf Kapitalerträge zu besteuern, in Österreich in Form von der Kapitalertragsteuer.
Der Anleger mit seinen Sitz oder seinem gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich unterliegt mit seinem gesamten Einkommen aus dem Inland und Ausland der Besteuerung in Österreich.
Investiert ein österreichischer Anleger in die deutsche Siemens Aktie, so würde auf die Dividendenzahlung der Siemens AG zuerst der deutsche Staat mit der Quellensteuer zugreifen und danach der österreichische Staat mit der Kapitalertragsteuer. Im konkreten Fall gehen an 26,375 % Quellsteuer (25 % deutscher Abgeltungssteuer plus davon 5,5 % Solidaritätszuschlag) an den deutschen Staat und der österreichische Staat rechnet hier maximal 15 % an für die Kapitalertragsteuer. Damit kommen auf die Dividendenzahlung der Siemens AG nochmals 12,50 % restliche Kapitalertragsteuer auf 27,50 % weg. Damit ergibt sich folgende Gesamtbelastung bei einer Dividendenzahlung einer deutschen Aktie:
- 26,375 % deutsche Quellensteuer
- 12,50 % österreichische Kapitalertragsteuer
- = 38,875 % steuerliche Gesamtbelastung
Bei einer Dividendenzahlung einer US-Aktie fällt im Regelfall die von 30 auf 15 % reduzierte Quellensteuer an. Hier ist es dann genauso, dass maximal 15 % ausländische Quellensteuer auf die österreichische KESt von 27,50 % angerechnet werden. Somit kommen nochmals weitere 12,50 % an KESt hinzu. Gesamt bleibt hier jedoch die Gesamtbelastung bei 27,50 % bei der Dividendenzahlung einer US-Aktie
- 15,00 % reduzierte US Quellensteuer
- 12,50 % österreichische Kapitalertragsteuer
- = 27,50 % steuerliche Gesamtbelastung
Video
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Mehr InformationenWas ist ein Doppelbesteuerungsabkommen?
Ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ist ein Vertrag zwischen zwei Staaten in dem die Besteuerungsrechte zwischen den beiden Staaten verteilt werden. Wenn eine Person in einem Staat Einkünfte erwirtschaftet, diese Person jedoch in einem anderen Staat ansässig ist, wäre in beiden Ländern Steuer zu zahlen. Genau diese doppelte Besteuerung soll das DBA verhindern bzw. zumindest einschränken. Der Staat Österreich hat diese DBA mit vielen Ländern der Welt geschlossen, mitnichten jedoch mit allen Ländern. Eine vollständige und aktuelle Liste gibt es auf der Website des Ministeriums für Finanzen.
Quellensteuer in Fonds? Quellensteuer auch auf realisierte Gewinne?
Fällt die Quellensteuer auch bei Fonds (und ETFs) an? Ja, auch dort fallen Quellensteuern an, doch das ist bei einem Meldefonds nicht die Sorge des Investors aus Österreich, sondern das Thema Quellensteuern erledigt der steuerliche Vertreter des Fonds bzw. die Fondsgesellschaft selbst. Somit gibt es in diesem ein professionelles Service.
Quellensteuer auch auf realisierte Kursgewinne?
Nein, es gibt im Regelfall auf realisierte Kursgewinne keine Quellensteuer. In der Regel fällt die Quellensteuer wirklich nur auf Dividendenzahlungen an und teilweise auch auf Zinserträge.
Antrag auf Rückerstattung der ausländischen Quellensteuer
Vor dem Erwerb von ausländischen Finanzprodukten sollte sich der Investor bereits ausführlich über die Quellensteuer im jeweiligen Land und die etwaige Rückhol-Modalitäten informieren. Der Aufwand zur Rückholung von zu viel bezahlter Quellensteuer kann teuer (kostenpflichtiger Nachweis), aufwendig (Lauferei zum Finanzamt, …) und langwierig (mehrere Jahre bis eine Rückerstattung geschieht – wenn überhaupt etwas refundiert wird).
Das Finanzministerium hat eine aktuelle Liste von Quellensteuerformularen auf dieser Website veröffentlicht:
Lohnt sich eine Rückerstattung der Quellensteuer?
Es gibt Länder wie die Schweiz aber auch Deutschland mit höheren Quellensteuersätzen. Der Investor kann sich von den Finanzbehörden dort die zu viel bezahlen Quellensteuer auf Antrag wieder zurückholen bzw. -fordern. Dies ist jedoch ein Aufwand der nicht zu unterschätzen ist. In manchen Ländern müssen auch kostenpflichtige Bestätigungen von der depotführenden Bank angefordert werden. Ebenso gibt es Länder wie beispielsweise Italien, bei denen eine Rückerstattung bestenfalls viele Jahre dauert – oder der Antrag wird gar nicht bearbeitet.
Je höher die Quellensteuer ist im jeweiligen Land und je höher die Dividendenzahlung, desto eher könnte sich eine Rückerstattung bezahlt machen. Für Kleinanleger mit einer Bruttodividende einer deutschen Aktiengesellschaft von z. B. 100 Euro ist es der Aufwand wohl nicht wert. Denn es geht hier um die Rückersattung von 12,375 % von 100 % – 12,375 Euro. Dieses Video zeigt, wie aufwendig die Rückholung der deutschen Quellsteuer ist – man könnte natürlich bis zu 3 Jahre hier zusammenkommen lassen, damit Arbeit/Rückerstattung in einem besseren Verhältnis ist.
Hinweis 2021: Aufgrund der CUM-Ex Affären dürften die deutschen Finanzbehörden nun strikter gegen Quellsteuer Forderungen vorgehen. Berichten zur Folge ist es nun unbedingt notwendig eine (kostenpflichtige) Bestätigung vom Broker einzuholen, um eine Rückerstattung erst möglich zu machen. Da je Wertpapier eine Bestätigung notwendig ist, werden die Kosten für diese Bestätigung sogleich höher und eine Antragsstellung unattraktiver.
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Mehr InformationenSo funktioniert die Rückerstattung
Schritt 1 – ausländisches Quellensteuer Formular ausfüllen
Gibt es Länder in denen mehr als 15 % Quellensteuer abgeführt wurden, so ist es dort möglich über die Formulare des Finanzministeriums möglich, die restliche Quellensteuer dort zurückzufordern. Der österreichische Investor muss hier selbst tätig werden, der Broker macht hier nichts.
Das jeweilige Formular muss vom lokalen Finanzamt noch bestätigt werden. Es wird bestätigt, dass eine uneingeschränkte Steuerpflicht hier in Österreich besteht. Das Finanzamt wird sich von Ihrem Antrag auch noch eine Kopie machen und im Akt ablegen.
Schritt 2 – Bestätigungen der Dividendenzahlungen
Es müssen gegebenenfalls Unterlagen bzw. Bestätigungen zu den Dividendenzahlungen und der Quellensteuer nachgewiesen werden. Diese Bestätigungen sind kostenpflichtig und kosten je nach Broker gerne einmal bis zu ca. 45 Euro je Bestätigung (je Wertpapier).
Hier ein paar Beispiele:
- Flatex 5,90 Euro bzw. 15,90 Euro (je Tax Voucher bzw. Erträgnisaufstellung)
- easybank 18,00 Euro Erträgnisaufstellung und 42,00 Euro je Tax Voucher/Steuerbescheinigung
- DADAT Bank 12,00 Euro Erträgnisaufstellung und 42,00 je Euro Tax Voucher/Steuerbescheinigung plus fremde Spesen
- Bank Direkt 12,00 Euro Erträgnisaufstellung und sonstige Bestätigungen für das Wertpapierdepot
Schritt 3: Anträge bei der nationalen Finanzbehörde einbringen
Der Dividendeninvestor kann einen Antrag auf Rückerstattung der Quellensteuer selbst einbringen in der Regel. Für manche Länder sind Bestätigungen notwendig, die Kosten hierfür sind beispielsweise im vorigen Punkt angeführt. Es kann sich durchaus lohnen, die Rückerstattung für mehrere Jahre zugleich zu machen.
Rückforderung zu viel bezahlter Quellensteuer aus Deutschland - Tutorial
Dankenswerterweise stellt Klaus sein Wissen und seine praktischen Erfahrungen aus der aktuellen Rückforderung seiner zu viel bezahlten Quellensteuer zur Verfügung. Er holte sich von den deutschen Steuerbehörden die zu viel bezahlte Quellensteuer zurück und beschrieb die nötigen Schritte wie folgt. Klaus ist auf X (vormals Twitter) zu finden. Vielen Dank an dieser Stelle an Klaus, der sich die Mühe machte seine Dokumentation mit allen Interessierten zu teilen. Danke dir!
Das ist die Dokumentation bzw. das Tutorial:
Seit dem Jahr 2024 ist für die Kapitalertragssteuerentlastung keine postalische Übermittlung der Dokumente mehr vorgesehen, dafür gibt es nun ein elektronisches Antragsverfahren. Diese Umstellung bedingt für die erstmalige Antragsstellung einen deutlich erhöhten Aufwand. Bei einem Antrag können Dividendenerträge von bis zu drei Jahren zusammengefasst werden. Im Jahr 2024 sind Rückforderungen für die Jahre 2023, 2022 und 2021 möglich. Um ein Onlinekonto beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu erhalten gibt es unterschiedliche Varianten. Ich musste mich für einen Weg entscheiden, den ich unten stehend beschrieben habe. Im Folgenden sind eine Vielzahl an Links angegeben. Diese waren im Frühjahr 2024, als das Konto von mir erstellt und die Daten eingegeben wurden, gültig. Allgemeine Informationen zum elektronischen Antragsverfahren sind auf folgender Internetseite verfügbar:
1. Benötigte Unterlagen/Voraussetzungen
Die hier angeführten Unterlagen bzw. Voraussetzungen müssen gegeben sein, um die Antragsstellung durchführen zu können.
1.1 Depotführende Bank/Broker
Einzelsteuerbescheinigung nach deutschem Recht für die Rückforderungs-Jahre
Bescheinigungen über die erhaltenen Dividendenerträge
1.2 Zuständiges Finanzamt in Österreich
Ansässigkeitsbestätigung/-bescheinigung gemäß Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Ö und D
1.3 Bundeszentralamt für Steuern, Deutschland
Kopie des Passes
BOP-Konto (BOP: BZSt Online Portal), dafür benötigt man eine BZSt-Nummer und eine Zertifikatsdatei
2. Vorbereitungen für die Antragstellung
2.1 Einholung der Unterlagen bei der depotführenden Bank/Broker
Die Rückforderungsanträge stelle ich schon seit einigen Jahren für das jeweilige vorangegangene Jahr. Im Februar/März starte ich mit der Kontaktaufnahme mit meinem „steuereinfachen“ Broker und ersuche um Übermittlung der Einzelsteuerbescheinigung nach deutschem Recht. Dabei liste ich alle Unternehmen auf, für die ich Dividendenerträge erhalten habe mit der ISIN, dem
Unternehmensnamen, dem Tag des Zuflusses, dem Bruttozufluss, der gesamten, abgeführten Quellensteuer (Kapitalertragssteuer) und der rückforderbaren Dividende. Diese Informationen benötigt man danach bei der Eingabe des Formulars. Parallel dazu speichere ich mir alle Dividendenbescheinigungen meines Brokers als PDF ab.
2.2 Zuständiges Finanzamt in Österreich
Vom österreichischen Finanzamt wird eine Ansässigkeitsbescheinigung benötigt. Dieses Dokument kann vom Bundesministerium für Finanzen heruntergeladen werden, wobei ich diesmal das Dokument zum Ausdruck genommen habe. Es gibt hier aber auch ein Onlineformular.
Im Feld „Formularsuche“ beim unten stehenden Link ZS-AD eingeben:
Das Formular habe ich an mein zuständiges Finanzamt übermittelt und unterschrieben retourniert erhalten. Anschließend habe ich dieses als PDF gespeichert. Die Verwendung des Onlineformulars wäre hier wahrscheinlich sinnvoller gewesen.
2.3 BOP-Konto
Um ein BOP-Konto zu erhalten benötigt man einige Zeit. Allgemeine Informationen zum BZSt Online Portal (BOP) sind zu finden unter:
https://www.bzst.de/DE/Service/Portalinformation/portalinformation_node.html
2.3.1 Beantragung der BZSt-Nummer
Zunächst benötigt man eine BZSt-Nummer, die über das unten stehende OnlineFormular beantragt werden muss. https://www.bzst.de/SiteGlobals/Kontaktformulare/DE/Kapitalertraege/BELEK_Registri erung/kontakt_node.html
Hier gab es mehrere Male das Problem, dass nach dem Absenden des Formulars die
Antwortzeit des BZSt-Rechners lange dauerte und ich statt der Meldung, dass das
Formular gesendet wurde, eine Timeout-Meldung erhielt. Damit war nicht klar, ob das Formular überhaupt angekommen war. Ich habe es einfach sooft gemacht, bis es geklappt hat.
Parallel dazu ist eine Pass- /Ausweiskopie sowie ggf. einen Handelsregisterauszug zusätzlich zum abgesendeten Onlineformular an kapitalertragsteuer@bzst.bund.de zu senden. Im Mail soll jedenfalls angeführt sein, an welchem Tag das Online-Formular ausgefüllt wurde.
Via Mail erhält man einen Geheimniswert.
Per Post wird die BZSt-Nummer übermittelt.
2.3.2 Registrierung zum Erhalt einer Zertifikatsdatei
Es gibt unterschiedliche Varianten, um in das BZSt-Portal zu gelangen. Empfohlen wird
der Einstieg mittels Zertifikatsdatei. Hier der Link zur Registrierung mit den Auswahlmöglichkeiten:
Als Registrierungsoption wählte ich die Zertifikatsdatei. Im Online-Formular sind neben den eigenen Daten die per Post erhaltene BZSt-Nummer und der BZSt-Geheimniswert des BZSt-Geheimnisses einzutragen. Nach dem Absenden des Online-Formulars ist die eingegebene Mailadresse zu bestätigen.
Via Mail erhält man dann eine Aktivierungs-ID für die Aktivierung des Benutzerkontos. Per Post wird später der Aktivierungscode übermittelt.
2.3.3 Aktivierung des BOP-Kontos und laden der Zertifikatsdatei
Ist der Brief mit dem Aktivierungs-Code eingelangt, dann einfach dem im Mail angeführten Link folgen:
Aktivierungs-ID und Aktivierungscode eingeben, Passwort wählen und die
Zertifikatsdatei herunterladen. Diese Zertifikatsdatei an einem Ort speichern, wo man diese wiederfindet, man benötigt sie bei jedem erneuten Einstieg.
2.3.4 Erstmaliger Login – BOP-Konto
Mit unten stehendem Link erfolgt der Ersteinstieg:
Die Zertifikatsdatei ist auszuwählen und das Passwort ist einzugeben. Danach sind persönliche Daten einzugeben.
Nun verfügt man über ein BOP-Konto, mit dem die Daten für die Rückforderung eingegeben werden können. Der Einstieg ins BOP-Konto erfolgt über:
Auf der Einstiegsseite sieht man auch andere Einstiegsvarianten wie jene mit einen NFCfähigen Personalausweis oder der ElsterSecure App.
3. Antragstellung
Der Antrag für die Rückforderung von Dividendenerträgen ist auf den Internetseiten des
Bundeszentralamts zu finden. Mit dem Webbrowser den angeführten Link anklicken und den Antrag auf Erstattung oder Freistellung von der deutsche Steuer auf Kapitalerträge auswählen:
- https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Kapitalertraege/Kapitalertragsteuerentlastung/Sonderkonstellation/Erstattungsverfahren_50c/erstattungsverfahren_50c_node.html#js–toc–entry4
Nach der Eingabe von Zertifikatsdatei und des Passwortes gelangt man direkt zur Eingabeseite. Nun erfolgt die Eingabe von persönlichen Daten und der in Punkt 2.1 angesprochenen Informationen zu Unternehmen und abgeführten Steuern.
Hochzuladen sind:
- Ansässigkeitsbescheinigung
- Einzelsteuernachweis nach deutschem Recht
- Bescheinigungen des Broker/Bank über die Dividendeneinkünfte mit den dazugehörigen Steuerdaten
Danke an dieser Stelle nochmals an Klaus: Klaus ist auf X (vormals Twitter) zu finden.D
Quellensteuer Frankreich und Italien - Probleme
Schon einmal probiert aus Frankreich oder Italien die Quellensteuer zurückzuholen? Das ist ein Unterfangen welches nicht oder nur kaum möglich ist.
Beide Länder lassen eine Rückerstattung anscheinend nur über einen Intermediär wie der Depotbank oder einem Steuerberater zu. Das wird dann noch teurer und komplexer. Lohnt sich das?
Bislang ist nur das Depot der DKB bekannt, welche eine Vorab-Reduktion der französischen Quellensteuer ermöglichen. Statt 30 % Quellensteuer sind es dann nur noch 12,80 %. In diesem Video wird gezeigt, was hier bei der DKB nötig ist.
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Mehr InformationenUSA Quellensteuer von 30 auf 15 % - W8-BEN
Die US-Quellensteuer liegt normalerweise bei 30 %. Es gibt jedoch die Möglichkeit, sofern die Dividende ins Ausland bezahlt wird, dass die Quellensteuer auf 15 % reduziert wird. Dafür ist das Formular W8-BEN nötig. Mittels des US-Steuerformulars W-8BEN (Certificate of Foreign Status of Beneficial Owner for United States Tax Withholding) kann ein Österreicher die Vorteile des Doppelbesteuerungsabkommens in Anspruch nehmen. So wird die Quellensteuer auf 15 % reduziert.
Aber es geht noch besser, denn oftmals ist dieses Ausfüllen des W8-BEN Formulars gar nicht notwendig beim steuereinfachen Broker. Steuereinfache Broker wie Flatex, DADAT, Hello Bank, easybank, bankdirekt, etc. sind dazu ermächtigt, dass sie die reduzierte Quellensteuer für in Österreich ausschließlich steuerpflichtige Investoren berücksichtigen. Auch viele deutsche Broker machen das automatisch. Ist man jedoch bei einem Broker wie DEGIRO oder Interactive Brokers, so ist dort dieses Formular sehr wohl auszufüllen.
Länder ohne Quellensteuer
Es gibt Länder in denen für Ausländer wie uns Österreicher keine Quellensteuer anfallen. Doch Achtung, nicht jedes Land in dem die Quellensteuer 0 % sein soll, verlangt auch keine Quellensteuer. Oftmals verbinden die Nationalstaaten hohe Hürden wie zum Beispiel in Irland, wo eine Namensoffenlegung der Depotbanken passieren müsste gegenüber dem irischen Staaten. Dies passiert jedoch in der Regel nicht und so verrechnet Irland weiterhin die Quellensteuer.
Hier nun eine Liste mit Ländern die 0 % Quellensteuer verrechnen:
- Brasilien
- Großbritannien
- Hong Kong
- Liechtenstein
- Singapur
Länder mit höchstens 15 % Quellensteuer
Neben den oben genannten Ländern mit 0 % Quellensteuer kommen noch folgende Länder hinzu die einen maximalen Quellensteuer Satz von bis zu 15 % haben – und somit bei der Berechnung der österreichische Kapitalertragsteuer das Maximum von 15 % Quellsteuer berücksichtigt werden kann.
- Slowakei 7 %
- Argentinien 10 %
- Ungarn 10 %
- Thailand 10 %
- Mexiko 10 %
- Japan 15 %
- Russland 15 %
- Niederlande 15 %
- Luxemburg 15 %
- Tschechien 15 %
Quellensteuer Liste
Quellenstaat | Steuersatz (in Prozent) |
---|---|
Brasilien | 0 |
Vereinigtes Königreich | 0 |
Hong Kong | 0 |
Slowakei | 7 |
Argentinien | 7 |
Ungarn | 10 |
China | 10 |
Thailand | 10 |
Mexiko | 10 |
Japan | 15 |
Russland | 15 |
Niederlande | 15 |
Luxemburg | 15 |
Tschechien | 15 |
Spanien | 19 |
Polen | 19 |
Irland | 20 |
Südafrika | 20 |
Indien | 20 |
Südkorea | 20 |
Taiwan | 21 |
Kanada | 25 |
Portugal | 25 |
Norwegen | 25 |
Italien | 26 |
Dänemark | 27 |
Australien | 30 |
Belgien | 30 |
Frankreich | bis 30 |
Schweden | 30 |
USA | bis 30 |
Philipinnen | bis 30 |
Schweiz | 35 |
Hier eine Liste mit ausgewählten Ländern mit dem jeweiligen Prozentsatz der Quellensteuer laut Angaben von PWC.
FAQ
Wie lange kann Quellensteuer zurückgefordert werden?
Das hängt vom jeweiligen Land ab. So sind es in Frankreich nur 2 Jahre, in der Schweiz 3 Jahre und in Deutschland sogar 4 Jahre. Seien Sie daher sorgfältig und erkundigen Sie sich wie es beim jeweiligen Land aussieht.
Wie hoch ist die Quellensteuer in Deutschland?
Die Quellensteuer beträgt in Deutschland 26,375 % für uns Österreicher. Sie setzt sich aus 25,00 % Abgeltungssteuer und davon 5,5 % Solidaritätszuschlag zusammen. Das sind dann insgesamt die erwähnten 26,375 %. Mit 2021 soll der Solidaritätszuschlag wegfallen und damit müsste die Quellensteuer für Deutschland bei 25 % liegen.
Wie hoch ist die Quellensteuer in der Schweiz?
Die Quellensteuer ist in der Schweiz 35 %.
Wie holt man sich ausländische Quellensteuer zurück?
Mit einem Antrag bei den Finanzbehörden im jeweiligen Land. Dazu finden Sie auf der Website des österreichischen Finanzministeriums die passenden Unterlagen.
Wie lange dauert die Rückerstattung der Quellensteuer aus der Schweiz?
Rechnen Sie mit mindestens 6 Monaten. Es kann jedoch auch länger dauern (und manchmal auch kürzer).
Wie lange dauert die Rückerstattung der Quellensteuer aus Deutschland?
Rechnen Sie mit mindestens 6 Monaten. Es kann jedoch auch länger dauern (und manchmal auch kürzer).
Guten Tag Andreas, ich beabsichtige einige Dividendenaktien aus Grossbritanien, über Flatex zu kaufen. Wie hoch ist hier die Quellensteuer? Danke
Beste Grüße Hannes
Servus Hannes,
bei britischen Aktien solltest du jeweilig mit 0 % Quellensteuer besteuert werden. Siehe auch oben im Beitrag:
https://www.broker-test.at/steuern/quellensteuer/#elementor-toc__heading-anchor-7
Gruß,
Andreas
Lieber Andreas,
wie sieht es aus mit der kanadischen Quellensteuer auf die realisierten Gewinne?
Der Steuersatz wäre 25%. Stimmt dass nur 15 % angerechnet werden und die 12,5% KESt dazu kommen?
Danke und LG
eine Quellensteuer auf realisierte Gewinne? Ich kenne das so nicht bei kanadischen Aktien. Hast du hier ein Abrechnungsbeispiel?
Moin,
ich habe kürzlich die „Sonderdividende“ der DWS Group erhalten, die erst vor kurzem in den Medien präsent war. Ich bin österreichischer Staatsbürger und auch dort steueransässig. Nun muss ich bei Flatex ein Formular beantragen (Kosten ca. 5 – 15 €) und dieses beim deutschen Finanzamt einreichen. Innerhalb von sechs Monaten erhalte ich dann die Steuer zurück. Habe ich das richtig verstanden?
Da die Quellensteuer ein Vielfaches der Kosten von Flatex ist, würde sich das meines Erachtens rentieren.
Liebe Grüße
Du solltest auch deine eigene Zeit rechnen, die du für die Rückerstattung aufwenden musst. Es ist aufwendig alles voranzutreiben. Schlussendlich kennst aber nur du die Summe um die es geht und ob es sich für dich lohnt. Auch ist bisschen Abenteuer dabei, das mal auszuprobieren.
Die 6 Monate waren es bei mir, aktuell spricht man von einer längeren Zeit.
Hallo Andreas,
ganz dumme Frage: Woher weiß ich eigentlich, ob ich eine echte Aktie oder (in den Augen des FA) doch einen „Fond“ irgendeiner Art vor mir habe? Gerade im Finanzsektor erscheinen mir die Beschreibungen und Namen da nicht sehr erhellend…
Gibt es da einen Hinweis?
Viele Grüße,
Tina
das weiß der steuereinfache Broker aufgrund der Informationen die er sich gegebenenfalls bei der FMA einholt.
Als Privater hat man keinen Zugang zu dieser Information.
Servus Andreas,
Trade Republic zieht mir von der österreichischen Post und von der Uniqua Aktie 27,5% Quellensteuer ab obwohl ich in Österreich ansässig und steuerpflichtig bin. Das kann doch nur ein Scherz sein?!
Ich führe bei österreichischen Aktien die Steuer doch mit der Kapitalertragssteuer ab.
Die müssen doch an meiner Steuernummer sehen das ich Österreicher bin.
Oder übersehe ich hier etwas?
Beste Grüße
Robert
Servus Robert, die Quellensteuer ist an der Quelle stets zu zahlen und Trade Republic zieht das durch. Müssen sie auch. So auch im Fall der Post oder Uniqa Aktie. Du könntest nun in deiner Einkommensteuererklärung nun die bezahlte Quellensteuer als bereits bezahlt und die Dividenden mit dem besonderen Steuersatz von 27,5 % anführen. Oder du tust nichts, weil der Staat bereits von dir die zu zahlende Steuer erhalten hat. Insgesamt ist es in diesem Fall kein Fehler von Trade Republic, wäre bei jedem anderen Auslandsbroker genau das selbe. Auch bei einer deutschen Aktie müsstest du die Quellensteuer von 26,x% zahlen,… Weiterlesen »
Aha, vielen Dank für deine Info. Ich dachte das ich als Österreicher auf österreichische Aktien nur Kapitalertragssteuer bezahlen muss. In meinem Fall ist es also von Nachteil wenn ich bei so einem Neo Broker aus dem Ausland trade. So etwas sollte man sich dann doch im Vorhinein überlegen.
Beste Grüße
Robert
Welcher Nachteil, hier sehe ich in diesem Fall so überhaupt keinen?
Mir fallen ganz viele Nachteile beim Auslandsbroker ein, aber hier erkenne ich nicht, was du meinst.
Zu Vorteile & Nachteile eines Auslandsbrokers:
https://www.broker-test.at/news/auslands-broker-vorteile-und-nachteile/
Ok jetzt habe ich es, gutes Video.
Danke nochmal.
Hallo, Es wurde ja schon teilweise in den Kommentaren darüber gesprochen, wie man als Österreicher eine BZST-Nummer beantragen könnte. Ich habe mir auf http://www.bzst.de schon einiges durchgelesen. Habe aber nicht gefunden wo ich als (ausländische) Privatperson eine BZST-Nummer (Steuernummer) beantragen kann. Der Link https://www.bzst.de/SiteGlobals/Kontaktformulare/DE/Steuerliche_IDNr/Mitteilung_IdNr/mitteilung_IdNr_node.html von Severin am 12. März 2024 sieht eher aus wie ein Tool, bei dem ich eine bereits vorhandene BZST-Nummer nochmals mitgeteilt bekomme. Könnte jemand den Ablauf der BZST-Nummer-Beantragung nochmals erklären? Möglicherweise kann auch jemand bei folgenden 2 Fragen meinerseits helfen: Muss ich für die deutschen Finanzbehören zwinged das deutsche Formular der Ansässigskeitsbescheinigung verwenden oder wird auch… Weiterlesen »
Hallo,
falls Du den Link noch nicht hast, wie Du die BZST-Nummer bekommst.
Auf dieser Seite gibt es Infos und den Link zur Registrierung:
https://www.bzst.de/DE/Unternehmen/Kapitalertraege/Kapitalertragsteuerentlastung/Elektronisches_Antragsverfahren/BOP_Portal/bop_portal_node.html
Ich habe die Ansässigkeitsbescheinigung laut Muster vorgestern per Finanzonline an das FA zur Bestätigung geschickt. Damit bin ich auf der sicheren Seite.
Hier der Hinweis von obiger Seite zum Thema Einreichfrist: „Beachten Sie jedoch, dass die Frist für einen Erstattungsantrag vier Jahre beträgt und mit dem Ablauf des Jahres beginnt, in dem die Kapitalerträge bezogen worden sind (§ 50c Abs. 3 S. 2 EStG).“
Liebe Grüße!
Gerald
Hallo,
sehe ich das richtig, dass es keinen Unterschied bei ausschüttenden (Dividenden)-ETFs macht ob das Fondsdomizil Irland oder Deutschland ist? (Inländischer Broker, Meldefonds, Ausschüttungsmeldungen und Jahresmeldung der ETFs bei OeKB vorhanden.).
Es gibt bei Fonds keinen Nachteil beim Fondsdomizil, weil der Broker sich um Alles kümmert und dann 27,5% abgerechnet werden, oder?
Servus Krtek,
nein, das siehst du nicht richtig und hätte ich in diesem Beitrag auch nicht behandelt oder etwas in diese Richtung gesagt. Darf ich fragen, wo du das so „richtig gesehen hast“ im Beitrag, damit ich ihn klarstellen könnte, falls es hier tatsächlich ein Missverständnis gäbe.
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas, danke für die Rückmeldung.
Ich habe das in diesem Satz herausgelesen:“Fällt die Quellensteuer auch bei Fonds (und ETFs) an? Ja, auch dort fallen Quellensteuern an, doch das ist bei einem Meldefonds nicht die Sorge des Investors aus Österreich….“
Daher die Frage, ob es der österr. Broker für mich regelt, sodass nie mehr als 27,5% Test bezahlt werden auf Kursanstieg und Ausschüttungen, egal ob DE oder Irland oder Luxemburg als Fondsdomizil. Oder? Wäre über eine Antwort dankbar.
NL soll ja problematisch sein?
Guten Morgen Krtek, das hast du sehr großzügig interpretiert. Nein, es gibt keine Garantie, dass mehr als 27,5 % bezahlt werden. Was der Fondsmanager macht ist, dass er sein bestes versucht bei der Anrechnung und Einreichung zu viel bezahlter Quellensteuern. Ein Broker selbst, so wie du es schreibst, regelt gar nichts, außer das, was er verrechnen muss von Gesetzes wegen. Es ist ein Unterschied was im Fonds passiert und was außerhalb des Fonds passiert im Falle von Ausschüttungen an den Investor. So auch dein Beispiel mit Fondsdomizil DE, IE oder LU vs. NL -> die Niederlande ist problematisch bei Ausschüttungen… Weiterlesen »
Hallo Andreas, ich bin schon lange treuer Youtube-Abonennt und finde deinen Content wirklich sehr gut. Flatex hat mir bei einer Ausschüttung auf den Fonds NL0011683594 27,5% Kest plus 15% Quellensteuer = 42,5% Abgaben abgezogen. Es handelt sich um einen Meldefonds, daher hab ich bei Flatex nachgefragt. Antwort von dort: “ Das österreichische Investmentfondsrecht sieht bei Fonds, ETFs und REITs keine Anrechnung von Quellensteuern vor. Die Anrechnung der Quellensteuer ist lediglich bei Dividendenzahlungen von Kapitalgesellschaften (Aktien) zulässig. Die bisherige, irrtümliche Anrechnung war daher nicht zulässig und die Systemlogik wurde bereits per Ende 2023 entsprechend angepasst. “ Weißt du davon etwas? Das… Weiterlesen »
Hallo Paul,
in den letzten Broker News Video habe ich auf diesen Beitrag hier verwiesen. Du kannst ihn hier nachlesen:
https://www.broker-test.at/news/ausschuettung-von-niederlaendische-fonds-15-quellensteuer-plus-275-kapitalertragsteuer-warum/
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,
vielen Dank für deine rasche Antwort und den Artikel! Ich schätze deinen Content wirklich sehr!
Die Antwort von Flatex hat sich nur so angehört als ob GENERELL ab heuer ETF-Ausschüttungen mit KESt plus Quellensteuer versteuert werden. Ich such mir mal einen anderen und schaue mir die nächste Abrechnung dann an.
Danke nochmals und viele Grüße
Paul
Servus Paul,
bei einem anderen ETF, z. B. kein Ausschütter oder mit Sitz in LU, IE, … wirst du dies nicht erleben. Das ist einfach eine ungünstige Konstellation mit NL und AT die das passieren lässt.
Gruß,
Andreas
Hi, ich habe den selben Fond und das selbe Problem. Durch die Quellensteuer ist er als Dividendenfonds nicht mehr attraktiv. Hast Du eine gute Alternative gefunden? Leider scheint ausgerechnet dieser die beste Kombination aus Dividendenrendite und Kurssteigerungen zu bieten.
Hallo, ich möchte die norwegusche Quellensteuer zurückfordern. Es gibt da eine Liste beim Bundesministerium f Finanzen, jedoch ist Norwegen nicht enthalten. Wo finde ich die entsprechenden Formulare?
Weil das anscheinend nur noch online geht:
https://www.altinn.no/ui/Authentication/SelfIdentified
RF-1534 Application for refund of withholding tax on dividens
Servus,
Du hast es bestimmt bereits beantwortet, doch leider lese ich es gerade nicht raus.
Was ist wenn ich als Österreicher einen ETF halte der in Deutschland aufgelegt ist und ausschüttet. (DE000A0F5UH1 ). Wie viel Steuer muss ich bei Dividenden bezahlen?
Quellensteuer und KESt?
Danke für die Hilfe
Der Fonds zahlt Quellensteuer auf die Dividenden je nach DBA mit dem jeweiligen Land. Auf die Ausschüttung selbst und auf die ausschüttungsgleichen Erträge fallen 27,5 % besonderer Steuersatz an. Was sich innerhalb des Fonds tut in Hinblick auf AT-Steuerrecht, kann man sich hier ansehen:
https://my.oekb.at/kapitalmarkt-services/kms-output/fonds-info/sd/af/f?isin=DE000A0F5UH1
Auch welche Quellensteuern angerechnet werden.
Gruß,
Andreas
Hat Österreich eigentlich eine Quellensteuer? Und wie sieht es mit Deutschland aus?
Ja, haben sie. In Österreich bei Dividenden 27,5 % und in Deutschland 26,38 %
Servus, Im Zins Hoch der EZB habe ich mir eine italienische Staatsanleihe gekauft. Heute musste ich mit Verwunderung feststellen, dass die Steuerlast insgesamt bei 40% lag. Nach Anruf bei der Dadat wurde mir erklärt, dass diese sich aus 27,5% Kest und 12,5% Quellensteuer (reduziert da Staatsanleihe) zusammensetzt. Ungläubig habe ich mir das DBA zwischen Östereich und Italien genauer angeschaut – siehe da, anders als z.B. bei den USA kann man sich nicht bis zu 15% an die Kest anrechnen lassen. Die Liste mit den Ländern, bei denen die Quellensteuer unter 15% liegt, ist zwar sicher in einigen Fällen nützlich –… Weiterlesen »
Leider nicht 😉
Hallo Andreas, ich habe jetzt erstmals über flatex US-Dividende für Microsoft-Aktien erhalten. Obwohl ich vorsorglich ein W-8BEN eingereicht hatte, wurden zu meiner Überraschung die volle 30% US-Quellensteuer einbehalten. Zudem wurde (richtig) 12,5% österreichische KESt einbehalten. Zudem fand ich inzwischen in den FAQ bei flatex die Aussage „Bei der rückforderbaren Quellensteuer geht dieses nur über die jeweiligen ausländischen Steuerbehörden.“ und „Eine Vorabbefreiung oder einen Service für die Rückforderung Quellensteuer bieten wir nicht an.“ Du nennst flatex einen steuereinfachen Broker und beschreibst, dass deshalb nicht einmal ein W-8BEN nötig wäre, um den US-Abzug bei 15% zu halten. Hat flatex da etwas zu… Weiterlesen »
Servus Matthias, das klingt bei dir gleich mal nach nicht 08/15. Zum einen, warum hast du ein W-8BEN Formular eingereicht, Flatex ist classified, dass sie für hier Steuerpflichtige mit AT-Wohnadresse die reduzierte Quellensteuer verwenden. Bist du weggezogen? Bist du kein österreichischer Staatsbürger? Hat dieses Formular etwas anderes ausgelöst? Ist es abgelaufen? Ich denke du musst hier mit dem Flatex Support Kontakt aufnehmen, damit eine Klärung möglich ist. Grundsätzlich: Bei Flatex, DADAT, easybank, Bank Direkt etc. ist es grundsätzlich nicht nötig dieses W-8BEN Formular auszufüllen, wenn du in AT steuerpflichtig bist und eine österreichische Wohnadresse hast. Irgendwas muss bei dir anders… Weiterlesen »
Hallo Andreas,
zunächst danke für deine Auskunft bzw. Fragen!
Auf meine Supportanfrage herrschte leider längere Zeit von Seiten flatex Funkstille. Heute hatte ich überraschenderweise innerhalb von einer Minute einen sachkundigen Mitarbeiter am Telefon: Ja, W-8BEN ist erforderlich, da deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz Österreich. Zum Gemeinschaftsdepot ist nur Formular für Ehefrau hinterlegt, meines fehlt (ging offensichtlich verloren?). Deshalb 30% QSteuerabzug.
Ich habe soeben neues W-8BEN ausgestellt und nachgereicht. Damit sollte das Problem aus der Welt sein.
Gruß,
Matthias
Bei mir ist das gleiche in der September Ausschüttung war es aber noch richtig berechnet!
Hallo Werner,
ja seit Anfang Dezember gab es eine Umstellung bei der Besteuerung von US – Reits / ETF – es wird nun die 30% Quellensteuer angewandt. D. h. 42% Abzug. Habe die Papiere bereits 2 Jahre gehalten und wurden immer mit 27,5% versteuert. Beim Flatex Support angefragt mit folgender Auskunft. „Die Anrechnung in der Vergangenheit war daher nicht zulässig. Dieser Fehler im Banksystem wurde korrigiert.“ ist eine Frechheit ohne Vorabinformation eine Umstellung durchzuführen. Flatex ist bei mir unten durch!
Gruß Peppo
PS: Andreas mit hier eine Super Arbeit – 3 Daumen hoch!!
Servus Peppo,
ich habe jetzt extra zum Thema diesen Beitrag angelegt:
https://www.broker-test.at/news/steuern-auf-reits-und-anderen-nicht-meldefonds/
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,
Eine Frage:
Ich habe nun zum ersten Mal bei einer Fondsertragsausschüttung eines ETF (Meldefonds in Österreich) Quellensteuer und 27,5% Kest gezahlt.
Wird Flatex alles mit der Quellensteuer regeln? Oder muss ich selber aktiv werden?
Weißt du wie das abläuft?
Lieben Dank
Markus
Hallo Markus,
eigentlich sollte das nicht passieren, dass Quellensteuer abgezogen wird bei einem Meldefonds, da diese doch mE im Fonds selbst bereits passiert. Hast du hier einen Screenshot für uns mit der dazu passenden ISIN?
Gruß,
Andreas
Es geht um: NL0011683594/A2JAHJ
Siehst du den Screenshot? Hab ihn angehängt
Hier die wichtigsten Daten
Bruttoausschüttung: 0,28 Euro Bemessungsgrundlage: 67,54 Euro
*Einbeh. Steuer : 18,57 Euro
15,00 % Gez. Quellensteuer : 10,13
Endbetrag : 38,54
anrechenbare ausländische Quellensteuer** : 10,13
** ggf. mit einbeh. Steuer verrechnet
Den Screenshot sehe ich leider nicht, das hat nicht funktioniert. Bitte verlinke ihn irgendwie mit einem Bild-Upload Dienst. Du kannst auch in die Community kommen, da gibts noch einige schlaue Köpfe:
https://t.me/+lPRBOehj3b8zZGI0
Insgesamt sieht es aber schon sehr strange aus.
Lieben Gruß,
Andreas
Jetzt müsste es gehen.
Menno, warum schneidest du Dinge ab die interessant sind zum Nachvollziehen der Abrechnung? Wärs auch dir recht die gesamte Abrechnung abzubilden inklusive Anteile, ISIN (obwohl du sie gepostet hast, aber dennoch), …? Name & Co natürlich schwärzen 😉
Entschuldige bin unterwegs mit dem Smartphone und hab nur eingeschränkte Möglichkeiten. Deswegen hab ich einfach zugeschnitten damit der Name weg ist.
Hallo Andreas, ich habe ebenfalls den VANECK MORNINGSTAR DEVMRK (NL0011683594/A2JAHJ) ETF. Ich habe schon mehrmals Ausschüttungen erhalten aber bei der letzten Auszahlung wurde die Quellensteuer 15% + 27,5% Kest gezahlt. Wenn ich diese mit der vorherigen Ausschüttung vergleiche habe ich dort nur 15%+12,5% gezahlt. Zwischen Österreich und Holland gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen oder? Warum auf einmal der Unterschied? Flatex hat sich auf meine Nachfrage hin noch nicht gemeldet. Vielleicht kannst du ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Danke! Anbei auch ein Screenshot.
Servus Christoph, hat ein wenig gedauert, es ist eine besondere Geschichte. In der Community haben wir heute (Alexandra) darüber geschrieben. Aktuelles Resultat: – Anscheinend werden Ausschüttungen von Fonds in den Niederlanden wie Dividenden behandelt und führen zu einer 15%igen Quellensteuerbelastung (siehe auch Blackrock FAQ https://www.blackrock.com/de/professionelle-anleger/wissenswertes/steuerreform?switchLocale=y&siteEntryPassthrough=true) – Eine Anrechnung im Rahmen des KESt-Abzugs durch die Broker ist in jedem Fall unzulässig (§ 2 Auslands-KESt VO), passiert auch bei Nichtmeldefonds à la REIT. – Eine Anrechnung der NL-Quellensteuer auf eine nicht gemeldete und damit voll zu verkestende Ausschüttung ist auch im Rahmen der Veranlagung nicht zulässig. – Werden allerdings die nicht gemeldeten… Weiterlesen »
Hallo Christoph, ich habe den gleichen ETF bei Flatex und die gleiche Situation, dass seit 12/2023 die Quellensteuer nicht mehr auf die KESt angerechnet wird. Hast du diesbezüglich eine Antwort bzw. Erklärung von Flatex erhalten?
Hallo Christoph,
dieser Beitrag ist für dich passend:
https://www.broker-test.at/news/ausschuettung-von-niederlaendische-fonds-15-quellensteuer-plus-275-kapitalertragsteuer-warum/
Servus Andreas, danke für deine Antwort und den Verweis auf den Beitrag. Ich hab es aber leider noch immer nicht ganz verstanden, weil bei niederländischen Aktien (z.B. ASML bei dadat) wird bei Dividenden ja auch die Quellensteuer von 15% auf die KESt angerechnet. Hat hier Flatex in der Vergangenheit (bis vor 12/2023) bei niederländischen ETF fälschlicherweise die Quellensteuer auf die KESt angerechnet und das war und ist auch in Zukunft unzulässig? Oder hat hier KPMG bei der Jahresmeldung 2023 was vergeigt? Oder ist das ein Spezifikum der aktuellen Jahresmeldung und es kann sein, abhänging von den gemeldeten Erträgen, dass zukünftig… Weiterlesen »
Ja, Flatex hat hier etwas falsch gemacht.
Ein Fonds ist keine Aktie. NL verlangt untypischerweise Quellensteuer auf Ausschüttungen, AT kennt keine Anrechnung von Quellensteuern bei Fonds auf Fondsebene. Daher 15 % Quellensteuer plus volle KESt.
Es dürfte demnach (nun) alles passen.
Was ist die Moral von der Geschichte: Keine NL-Ausschütter wählen
Hallo Andreas,
danke für deine Erklärung und Geduld – jetzt ist der Groschen gefallen!
lg,
Michael
das ist auch eine Besonderheit die bislang nicht wirklich aufgefallen ist. Hier kommen mehrere verschiedene Dinge zusammen, die diesen Murks ergeben. Wenn man es weiß, kann man ihn gut vermeiden denke ich.
Nur nicht zuviel darüber ärgern.
Hallo Andreas, der guten Ordnung halber hier noch die Antwort vom Flatex Support vom 2024-03-23, die deine Ausführungen bestätigt: „Das österreichische Investmentfondsrecht sieht bei Fonds, ETFs und REITs keine Anrechnung von Quellensteuern vor. Die Anrechnung der Quellensteuer ist lediglich bei Dividendenzahlungen von Kapitalgesellschaften (Aktien) zulässig. Die bisherige, irrtümliche Anrechnung war daher nicht zulässig und die Systemlogik wurde bereits per Ende 2023 entsprechend angepasst. Bei der Zahlung der Gattung NL0011683594 handelt es sich um eine Fondsausschüttung. Die Besteuerung mit 27,5 % österreichischer Kapitalertragsteuer und 15 % Quellensteuer ist daher korrekt. Gemäß der Investmentfondsrichtlinien (von 2018, RZ 542) ist geregelt, dass österreichische… Weiterlesen »
Danke Michael für das Feedback von Flatex.
Servus Andreas, also habe ich es richtig verstanden, dass: Keine Ausschütter (ETF) aus NL wählen, Aktien (deren Dividenden) sind aber ok? Wenn ich mir die Abrechnung der DADAT zur Ahold Delhaize Divi ansehe, komme ich auf exakt 27,5% Steuerlast, bei meiner Divi. zur ASML bei Flatex auf knapp mehr als 27,5% LG, Eduard
Guten Morgen Eduard,
genau, du hast das richtig verstanden. Das ist eine ungünstige Konstellation des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen AT und NL und der Auslands-KESt Verordnung. Das bringt dieses ungünstige Ergebnis. Für NL-Aktien und deren Dividenden hat dies aber keine Auswirkung, da hier die Auslands-KESt VO in diesem Fondspunkt nicht wirkt.
Gruß,
Andreas
Super, danke für die Info!
Hallo, kann mir jemand sagen wie ich zu diese BZSt Nummer komme um online Anträge im BOP stellen zu können zur Rückforderung der Deutschen-Quellensteuer?
Schlechte Neuigkeiten zu BOP und deutscher Quellensteuer: Hab jetzt mal nachgefragt bezüglich meines Antrags betreffend Erstattung von Kapitalertragssteuer, den ich im September bei der deutschen Finanz via BOP eingereicht habe… Hier die Antwort: „Das BZSt bedauert die derzeit längeren Bearbeitungszeiten, die für Erstattungs- bzw. Freistellungsanträge nach § 50c EStG oder § 43b EStG an Steuerausländer mit rund 18 Monaten überdurchschnittlich lange sind. Momentan ist es nicht möglich einen Bearbeitungstermin verlässlich mitzuteilen. Ich bitte um Verständnis.“ Ob ein Investment in deutsche Aktien noch wirklich Sinn machen, sollte man sich wohl gründlich überlegen. Ich für meinen Teil habe den Entschluss gefasst in… Weiterlesen »
Hallo Andreas,
der Link zu den Quellensteuerformluaren bei BMF scheint sich geändert zu haben.
Der neue Link ist https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/internationales-steuerrecht/rueckerstattung/quellensteuerformulare-von-dba-partnerstaaten/formulare-dba-partner.html.
Liebe Grüße!
Gerald
Danke dir Gerald! Ist aktualisiert.
Also wenn ich jetzt Dividenden von DE zurückfordern will, kann ich das nur mehr digital machen? Dazu brauche ich dieses BOP, was wiederum eine deutsche Steuernummer benötigt? Mensch, da muss mal einer durchblicken, Gott sei Dank hab ich DE nicht viel „geschenkt“ 😜
Ja, das ist leider mittlerweile so. :-/
Hallo Andreas,
Du hast schon 2 mal vor längerer Zeit ein Video über das Problem „Deutsche Quellensteuer zurückholen“ gemacht, wo du alles sehr gut erklärt hast. Nun hat sich aber seitdem viel geändert und unkomplizierter wurde es gerade auch nicht.
Wäre spitze, wenn du für die neuen Gegebenheiten in Deutschland wieder ein Video machen könntest. Würde sicher vielen helfen. Danke. LG Emmanuelle
Hallo Emmanuelle,
hier ist in nächster Zeit nichts geplant. Vielleicht kommt es wieder.
Gruß,
Andreas
Die BZSt-Nummer bekommst du ganz einfach hier:
https://www.bzst.de/SiteGlobals/Kontaktformulare/DE/Steuerliche_IDNr/Mitteilung_IdNr/mitteilung_IdNr_node.html
Das Online-Formular ausfüllen und fertig. Die Rückerstattung selbst dann übers Bob-Portal.
Wenn man mal den Dreh raushat sind solche Rückerstattungen eigentlich nicht wirklich schwierig, nicht mal bei unseren italienischen Freunden (allerdings bei deren Formular unbedingt darauf achten das alles korrekt ausgefüllt ist, z.b. Name in richtiger Reihenfolge (Familienname Vorname) und ja keinen i-Punkt vergessen – ist bei denen auch schon Anlass genug den Antrag abzulehnen 😉
Italien kein Problem? Ich warte seit 10 Jahren von dort auf eine Rückmeldung ^^
Selbst der Beamte beim Finanzamt Eisenstadt sagte mir damals schon, dass ich mir eher nix zu erwarten habe. Du hast mit Italien gute Erfahrungen, sprich es funktioniert?
Wenn du nach 10 Jahren keine Meldung oder die Rückerstattung bekommen hast, wirst du sie auch nie mehr bekommen -> dein Antrag wurde mit 100%iger Sicherheit abgelehnt. Die typische Bearbeitungszeit liegt ungefähr bei 3 Jahren (plus/minus). Wie gesagt, du dürftest einen winzigen Fehler im Formular gemacht haben, der dazu führte das er abgelehnt wurde. Oder du hast ein falsches Formular (veraltet?) verwendet – bei Formularen immer nur von der Seite der italienischen Steuerbehörde runterladen, nie wo anders. Ich habe bis jetzt 2 Anträge gestellt und beide Male wurde mir rückerstattet – dauerte bei mir ca. 2,5 und einmal knapp 3… Weiterlesen »
Das ist mir bewusst, dass sich hier nix tut. Ist ja mitunter schon über 10 Jahre her und das zuständige Finanzamt Eisenstadt, ein Herr, hat mir erklärt, dass sie sehr schlechte Erfahrungen mit Italien haben.
Anscheinend hat sich einiges verändert. Damals gab es das Formular nur auf italienisch und streng dürften sie eh nicht sein, wenn lt. Apfelbaum.de auch Germany als Wohnsitzland als Angabe möglich ist. Das wäre bei der Vorabbefreiung für Frankreich zB nicht möglich. Da ist ein Allemande/Autriche nötig 😅
Das neue Formular gibts ja auch auf Englisch, daher muss man die Staaten ja auf englisch schreiben (ich verwende auch keine Umlaute). Frankreich ja,.. habe ich bisher immer über die DKB gemacht. Spielte auch mal mit dem Gedanken das über meinen französischen Schwager direkt in Frankreich zu machen (das Depot wäre dann auf seinen Namen gelaufen) – mir ist auch zu Ohren gekommen das einige heimische Banken direkt nur mit 12,5% besteuert werden und das voll auf die KeSt anrechnen – ich teste das mal gerade bei meiner Haussparkasse. Kann das Ergebnis dann hier im Mai/Juni veröffentlichen. ps: viele Banken… Weiterlesen »
Ich bin aus dieser Geschichte raus. Das waren damals Zinserträge inklusive eigener Steuernummer. Das Formular war ein schief geschriebenes kopiertes, maschingebriebenes Formular. 😁 Andere Zeiten noch.
Der Aufwand und Ertrag steht einfach für mich nicht dafür und außer probiert, mache ich damit nichts mehr und werde ich auch nicht mehr.
Wenn du in Frankreich eine Reduktion haben möchtest, so bietet dir das der Auslandsbroker Comdirect oder DKB an.
So, gestern kam die Dividende (zum Test Sanofi genommen). Leider keine 12,5%, aber ein eigenartig reduzierter QSt.-Satz von 24,96%. Die heimische Kest. betrug 12,5% (also die 15% abgezogen). Gesamtsteuerbelastung also 37,46%.
lg Severin.
ps: der Link in meinen ersten Post bezüglich deutscher Bzst.-Nummer war falsch (sorry, sorry – man sollte halt nicht zu viel Tabs gleichzeitig offen lassen): hier der richtige:
https://www.bzst.de/SiteGlobals/Kontaktformulare/DE/Kapitalertraege/BELEK_Registrierung/kontakt_node.html
Servus Andreas, Schätze mal das hier könnte dich interessieren (vielleicht auch für ein neues Video 🙂 ) Das deutsche Finanzamt hat mittlerweile auf online Einreichung umgestellt, ich musste heuer (2023) den langen Weg der Registrierung durchlaufen (Registrierung, Geheimnisse via Email, Geheimnisse via Post, daraus wird eine Zertifikatsdatei erstellt die man neben dem Passwort dann jedes Mal zum Einloggen benötigt) und kann nun auf elster.de im online Portal BOP einloggen und Anträge ans deutsche Finanzamt stellen. War mal bisher alles kostenlos. Habe vom AT-Finanzamt 3 kostenlose Ansässigkeitsbescheinigungen abgeholt (von 2020-2022) und mir von Flatex 3 kostenlose Steuerbescheinigungen ausstellen lassen (online unter… Weiterlesen »
Hallo Andreas, ich muss das auch machen. Finde aber den Einstieg bzw. das Formular nicht. Kannst du mir einen Tipp geben? LG Daniela
Du meinst für Deutschland? Hier hat es sich geändert auf digitale Abgabe 😯
Muss dies demnächst adaptieren auf die aktuellen Gegebenheiten.
Hallo Andi, beim BOB braucht man eine BZSt-Nummer. Weisst du was das ist oder woher man die bekommt?
hat sich erledigt…
Wie lautete denn deine Lösung deines Problems, damit andere auch davon profitieren können Daniela?
Ich habe das Prozedere auch durchgemacht. Aber hat man dann endlich sein BZSt-Konto, so flutscht alles sehr übersichtlich und nicht einmal besonders kompliziert. Was man braucht: Ansässigkeitsbescheinigung vom ö. Finanzamt für mind. eines der beantragten Steuerjahre (ging leicht und schnell), sowie die STEUERBESCHEINIGUNG aus D. Die sog. deutsche Zahlstelle ist verpflichtet, diese kostenlos auszustellen. Kriegen tut man sie aber nur über seine Bank bzw. Broker in Ö. Die Sparkasse hat mir dafür 42,- pro Einzelposition abgeknöpft. Somt rentieren sich alle Positionen mit Rückzahlung unter diesem Betrag gar nicht. Was mich überrascht: Flatex hat das KOSTENLOS ausgestellt? Vor allem, weil weiter… Weiterlesen »
Hallo Harald!
Wie hast du dir die Ansässigkeitsbescheinigung besorgt?
Beste Grüße
Hallo Andreas,
ich habe jetzt meine erste US-Dividende erhalten (bin bei der DADAT in Österreich – wohnhaft in Österreich) mir wurden 15% US-Quellensteuer und 27,5% KEsT verrechnet, ergibt zusammen 42,5% scheint mir ein bisschen hoch?
Wurde hier die Quellensteuer schon von 30% auf 15% herabgesetzt?
LG Patrick
Servus Patrick,
das liest sich für mich nach einer Ausschüttung aus einem US-Nichtmeldefonds nach österreichischen Steuerrecht und nicht nach einer Aktiendividende. Könnte es sein, dass dein Wertpapier ein REIT oder BDC ist und keine klassische Aktie wie Coca Cola, McDonald’s und Co? Wenn ja, dann ist dieser Teil für dich interessant:
https://www.broker-test.at/steuern/aktiensteuer/#elementor-toc__heading-anchor-4
Grüße,
Andreas